Meine Heldenreise

„Die längste Reise ist die Reise nach innen.“
Dag Hammarskjöld, 2. UN-Generalsekretär

Meine Heldenreise begann ich als wissbegieriger, forscher, junger Mann, der die Welt mit seinem rationalen Verstand verändern wollte. Eiserne Disziplin und eine klare Leistungsorientierung haben mir auf verschiedenen Gebieten großartige Erfolge beschert. Gleichwohl hatte ich mit vielen zwischenmenschlichen Konflikten zu kämpfen, da ich oft meine persönliche Sichtweisen als „die“ einzig richtige ansah und mich nur schwer in andere Menschen und ihre Gefühle hineinversetzen konnte. Bald schon scheiterte ich genau daran. 

Dieses Scheitern läutete eine tiefgreifende Wende in meinem Leben ein. Zunächst fand ich in Techniken der Stressreduktion und der Körperarbeit wirksame Methoden, um mich selbst und meine Gefühle besser wahrzunehmen. Parallel dazu befasste ich mich mit verschiedenen Kommunikationskonzepten, die mir Einsichten über die Subjektivität des Seins vermittelten. Inspiriert davon, tauchte ich in die Welt der Bewusstseinsforschung und der Meditation ein und gelangte sowohl auf Ebene des Verstandes, als auch auf Ebene des Herzens (als Sitz der Seele) zu tiefgreifenden Erkenntnissen. Dabei entdeckte ich die Kraft des Glaubens neu, die seither das Fundament meines Lebens ist. 

Um die Erfahrungen zu untermauern, absolvierte ich berufsbegleitend zwei intensive NLP-Ausbildungen und befasste mich dabei mit meiner Lebensmission. Über meine Mentorin erhielt ich Zugang zum Schattenprinzip und erkannte, dass die Welt uns nur zum Spiegel wird und meine Konflikte die größten Wachstumschancen sind. 

„Der Weg nach oben, ist in erster Linie ein Weg in die Tiefe.“
Richard Rohr,
amerikanischer Franziskanerpater und Pionier der christlichen Männerarbeit

Mehr und mehr gelang es mir so meine innere Fülle, meine höchsten Werte und meine Lebensmission zu erkennen: Der höchste Wert in meinem Leben ist persönliches Wachstum und dem damit verbundenen Aufstieg zu neuen Erkenntnistiefen. Die Mission meines Lebens ist es, mich auf Basis dieses Wachstums als Transformationscoach in den Dienst der Menschen zu stellen und sie bei ihrem Aufstieg zu begleiten. Dieser Aufstieg ist ein Weg in die Tiefe der eigenen Persönlichkeit, in der bereits alles vollkommen angelegt ist. Er kann nur gelingen, wenn dabei Körper, Geist, Seele und Schatten berücksichtigt werden. Dieser Ansatz ist die Basis meiner Arbeit und bestimmt auch die nächsten Etappen meiner Heldenreise.

Mehr Details zu den zehn Etappen meiner Heldenreise finden Sie im Einzelnen hier:

1. Ausgangspunkt: Wissen ist Macht

Persönliches Wachstum war seit frühester Jugend ein Schlüsselthema in meinem Leben. Es gab selten Zeiten, in denen ich nicht mit Büchern gesehen wurde und ich meine Lehrer und Professoren Löcher in den Bauch gefragt habe. Die Essenz dieses Wissens habe ich praktisch und mit viel Disziplin in mein Leben integriert und auch damals bereits andere bei ihrem Wachstum begleitet. Diese Grundhaltung und das erworbene Wissen haben zu großartigen Erfolgen geführt: egal ob in Schule, Ausbildung oder Studium- stets habe ich die Leistungsspitze definiert. Ganz "nebenbei" habe ich mich schon damals durch meinen klaren Gestaltungsanspruch ehrenamtlich (v.a. in der Kommunalpolitik) für eine gerechte und tolerante Gesellschaft eingesetzt. Wenig überraschend habe ich nach meinem Studium dann auch sofort eine sehr verantwortungsvolle Position eingenommen, bei der ich meine Strategiekompetenz und mein Organisationstalent optimal einbringen konnte - dachte ich zumindest. 

2. Gescheitert - und dann?

Trotz 60 Stundenwoche, außerordentlichen Engagements für die Aufgabe und trotz der besten Ausbildung bin ich nach wenigen Monaten gescheitert. Gescheitert daran, dass ich die Welt nur aus meiner leistungsorientierten Brille sah, sehr forsch auftrat und meine Kollegen nicht mitgenommen habe.

Dieses Ereignis war ein tiefer Einschnitt und zugleich Wendepunkt in meinem Leben. Ich zog eine ehrliche Zwischenbilanz: Mein rationaler Verstand, mein Ehrgeiz und meine eiserne Disziplin hatten mir großartige Erfolge beschert. Gleichzeitig hatte ich viele Konflikte. Ich war damals ein übergewichtiger, sehr forscher, dominanter Mann, der sehr oft seine persönliche Sichtweisen als "die" einzig richtige und logische ansah. Ich hatte nur die "Brille" des rationalen Verstandes auf, Gefühle war eher etwas für Frauen und wenn jemand einen Sonnenuntergang bewundert hat, habe ich genervt nach dem "Mehrwert" dessen gefragt.

3. Der beste Weg andere zu verändern, ist der sich selbst zu verändern
Auf Grundlage dieser Erkenntnisse habe ich mir die ernsthafte Frage gestellt, was ich tun kann, um die Konflikte in meinem zu lösen und meine Empathie zu stärken. Nach langer Suche bin ich auf das wissenschaftlich basierte Konzept der Achtsamkeit nach Prof. Jon Kabat-Zinn aufmerksam geworden. Ich habe einen Intensivkurs belegt, in dem ich verschiedene Techniken wie Yoga, Qi Gong und Meditation erlernte und in meinen Alltag integrierte.
Zugegeben: zu Beginn war ich den Techniken gegenüber sehr skeptisch eingestellt, da zu dieser Zeit Yoga eher etwas für Frauen und Meditation eher etwas für buddhistische Mönche statt für einen leistungsorientierten jungen Mann war. Schnell bemerkte ich jedoch, wie heilsam die Methoden für mich waren. Eine ganz zentrale Erkenntnis war: erst wenn ich mich selbst (mit meinen Gefühlen und Gedanken) besser wahrnehme, kann ich selbst empathisch gegenüber sein.

„Wir wissen zu viel und fühlen zu wenig. Zumindest spüren wir zu wenig von jenen schöpferischen Emotionen, aus denen ein sinnvolles Leben entspringt.“

-Bertrand Russell, brit. Nobelpreisträger-

 

4. In einem gesunden Körper steckt ein gesunder Geist

Parallel dazu habe ich meinen Körper durch ein Training nur mit dem eigenen Körpergewicht im Freien und durch eine Ernährungsumstellung gestärkt. Seither ist ein ganzheitliches Körpertraining von nur 20-30 Min. mein täglicher Begleiter. Viele Menschen in meinem Umfeld haben bereits erlebt, wie effektiv und zugleich entspannend das Training ist.

5. Realität ist nicht. Realität wird subjektiv erzeugt

Weiterhin hat mein neuer Job mich herausgefordert, mit einer Vielzahl verschiedener Menschen zusammenzuarbeiten: vom Banker, über den mittelständischen Unternehmer, den Entwicklungsingenieur, der Personalleiterin eines großen Dienstleitungsunternehmen, Inhaber von Start-ups, Anwälten bis hin zu Ministerialbeamten und Berufspolitkern. Jeder hat eine ganz andere Sichtweise auf die Welt. Um diese Zusammenhänge besser zu verstehen, habe ich mich mit dem Modell von NLP auseinandergesetzt und zwei umfassende NLP-Ausbildungen berufsbegleitend absolviert. Eine sehr fundamentale Erkenntnis war für mich, dass jeder von uns seine eigene Realität erschafft. NLP hilft mir die subjektive Verhaltens- und Denkweisen bei mir und anderen zu verstehen und wertzuschätzen. Meine Gesprächspartner sind dabei immer wieder erstaunt, wie ich durch gezielte Fragestellung zum Kern einer Sache vordringe. Damit schaffe ich Bewusstheit als Grundlage für schnelle Lösungen. Die erlernten Techniken sind ein wunderbares Tool sich selbst und bei Bedarf andere bei ihren Veränderungsprozessen zu unterstützen und den Blick nach vorne zu richten.

6. In der Stille wächst das Leben

Ausgehend von den positiven Erfahrungen meines Achtsamkeitskurses habe ich verschiedene Formen der Meditation getestet. Den vorläufigen Höhepunkt meiner Meditationspraxis bildete die Teilnahme an einem siebentägigen Schweigekurs in einem Kloster. Nach anfänglichem Widerstand, entstand Stille, Rührung, tiefe Erkenntnis, Transformation und Integration. Buchstäblich am eigenen Leib habe ich das Bibelwort gespürt: "Und ich will euch ein neues Herz und einen neuen Geist in euch geben und will das Herz aus Stein wegnehmen und euch ein Herz aus Fleisch geben." Seither meditiere ich täglich, dabei auch in Mediationsgruppen. Immer wieder erlebe dabei, wie Belastungen des Alltags integriert und aufgelöst werden. Die Meditation ist eine wunderbare Kraft- und Inspirationsquelle, die zentriert und erdet und deren kraftvolle Wirkung mittlerweile auch in umfangreichen wissenschaftlichen Studien nachgewiesen wurde.

7. Die Wiederentdeckung des Glaubens als Fundament meines Lebens

Eng verknüpft mit meiner Meditationspraxis war die Wiederentdeckung des Glaubens, als Fundament meines Lebens. Hierbei kam ich mit der christlich-spirituellen Persönlichkeitstypologie des Enneagramms in Berührung und erlebte in verschiedenen Ennegramm-Seminaren sehr bewegende Momente. Diese öffnete mir das Tor für eine tiefe Verbundenheit mit der Liebe Gottes. Ich ging diesen Weg weiter, indem ich meine Meditationspraxis auf das sog. "christliche Herzensgebet" ausrichtete. Wie ich nach und nach verstand, messen nicht ohne Grund alle großen Traditionen und auch die Neurowissenschaften dem Herzen als Sitz der Seele einem so zentralen Stellenwert zu. Im Sommer 2019 machte ich mich auf zur "Männer-Initiation" nach dem Franziskanerpater Richard Rohr (USA). Aufbauend auf klassischen Mustern männlicher Initiation, auf Symbolen und tiefgreifenden Ritualen, langen Zeiten der Stille und des Fastens in der Natur wurde ich zusammen mit mehr als 50 Männern in das Wahre Selbst eingeweiht. Der Lohn dieses Transformationsprozess war einzigartig: das Gefühl tiefer Liebe Gottes, die sich in der wunderbaren Verbundenheit mit den anderen Teilnehmern und der Natur manifestiert.

"Gott ist die Liebe, und wer in der Liebe bleibt, bleibt in Gott und Gott bleibt in ihm."
1. Johannes 4,16

Mehr und mehr erkenne und spüre ich die Liebe Gottes in ganz alltäglichen Momenten: ob bei einem Sonnenuntergang am Stotternheimer See, in den vielen täglichen und herzlichen Begegnungen oder in der Stille der Meditation. Diese einzigartige Liebe ist die Kraftquelle und das Fundament meines Lebens.

8. Die Welt wird uns nur zum Spiegel / Erkenne deine eigene Schöpferkraft!

Im Rahmen eines sehr aufschlussreichen Gesprächs mit meiner Mentorin, beklagte ich mich über die Verhaltensweise eines Freundes, die mich sehr aufregte. Meine Mentorin entgegnete, dass das etwas mit mir selbst zu tun haben müsse. Zunächst wies ich das schroff zurück, bis sie mir das Schattenprinzip erklärte. Die Grundaussage lautet: Was immer wir in anderen verurteilen, ist eine nicht akzeptierte Seite unserer Selbst! Eine für mich damals dramatische Einsicht. Ich wollte daher mehr über die Wirkkräfte dieses Prinzip erfahren und wandte mich der Analytischen Psychologie nach Carl Gustav Jung zu, der den Begriff des Schattens wie kein zweiter geprägt hat. Das Schattenprinzip ist Teil eines ganzheitlichen Konzepts zum Wachstum der Psyche. Im Mittelpunkt steht dabei die schöpferische Kraft jedes Menschen: durch mehr und mehr Bewusstheit können wir ein Leben im Einklang mit der eigenen Lebensmission und in Verbundenheit und Tiefe mit allen führen. Ein einwöchiges und sehr intensives Selbsterfahrungsseminar zur Schattenarbeit lies mich die explosive und transformative Kraft dieser Technik spüren. Vielfältige Instrumente der Schattenarbeit helfen mir und anderen seither die transformative Kraft des Schattens frei zu setzen und damit zu einem Menschen in seiner Ganzheit zu werden.

9. Meine Lebensmission und Berufung als Transformationscoach

Durch die Erkenntnisse aus meinen NLP-Ausbildungen, das Körpertraining, hunderte Stunde der Meditation und der Stille und der Schattenarbeit drang ich immer mehr und mehr zu meiner inneren Fülle vor. Ich erkannte dabei meine höchsten Werte und meine Lebensmission: Der höchste Wert in meinem Leben ist persönliches Wachstum und dem damit verbundenen Aufstieg zu neuen Erkenntnistiefen. Die Mission meines Lebens ist es, mich auf Basis dieses Wachstums als Transformationscoach in den Dienst der Menschen zu stellen und sie bei ihrem Aufstieg zu begleiten. Dieser Aufstieg ist ein Weg in die Tiefe der eigenen Persönlichkeit, in der bereits alles vollkommen angelegt ist.
Der Weg in die Tiefe kann, wie mein Lebensweg zeigt, nur erfolgen, wenn Körper, Geist, Seele und Schatten berücksichtigt werden. Diese einzigartige, persönliche Erkenntnis fand ich in der Folge durch die sog. "Integrale Lebenspraxis" bestätigt.
Um meinen Werkzeugkasten weiter auszubauen, begann ich eine solide Coach-Ausbildung und absolvierte hierzu Module zum Konfliktmanagement und zum Leadership-Coaching.

10. Und wie geht es weiter?

Die Fortsetzung meiner Heldenreise folgt meiner Erkenntnis eines ganzheitlichen Ansatzes: So werde ich in 2020 meine Körperarbeit durch das Erlernen der Kampfsportart Aikido bereichern. Hinsichtlich meiner Mediationspraxis werde ich mich mit weiteren Formen der Meditation (u.a. mit Fokus auf Atemtechniken und Tanz) befassen und diese in meine Arbeit integrieren. Mit Blick auf meine Coach-Kompetenz werden ich verschiedene Module absolvieren, die einen noch stärker systemischen Ansatz verfolgen und die verschiedenen Stufen von Wertbewusstsein (auf denen sich einzelne Menschen oder ganze Gruppen befinden) berücksichtigen. Und schließlich wird meine Schattenarbeit die Botschaften und Programme aus der Kindheit in den Blick nehmen.